Barcelona 2024

Auf meinem Roadtrip nach El Hierro habe ich im April 2024 einen dreitägigen Abstecher nach Barcelona gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon rechtzeitig vor den Pyrenäen werde ich daran erinnert, mein Zwischenziel ja nicht zu verpassen!

 

 

Mr.Nero habe ich auf einem Campingplatz in El Masnou abgestellt, ungefähr 20 km nordöstlich vom Stadtzentrum Barcelona. Für den Besuch der Stadt bin ich mit der Regionalbahn R1 -Rodalies jeden Tag ins Zentrum gefahren. Eine unkomplizierte Angelegenheit. Bis zum Plaça de Catalunya ca. 25 Minuten.

An den Campingplatz, ich nenne ihn mal Stellplatz, sollte man keine allzu hohen Erwartungen haben. Er punktet eben durch seine gute Anbindung an den Nahverkehr und damit hat man eine gute Basis für einen Besuch der Metropole. Im hinteren oberen Bereich steht man durchaus ruhig und als 70minus ist man nach jedem ganztägigen Besuchtstag sowieso derart erledigt, dasss man der Umgebung keine große Aufmerksamkeit mehr schenkt.

 

 

Wie immer ist der erste Kontakt mit so einer Großstadt etwas gewöhnungsbedürftig. Und wenn man dann aus den Katakomben des unterirdischen Bahnhofs  heraufsteigt und man unmittelbar neben der Placa de Catalunya ankommt, tobt das Leben um einen herum und man muss sich erst einmal orientieren.

 

Ich entscheide mich erst einmal nicht die Rambla in Richtung Hafen zu nehmen, sondern gehe in Richtung Kathedrale am Portal d'Angel vorbei, biege aber vorher rechts ab zur Basilica de Santa Maria del Pi.

Zuerst schlendere ich über die Placa und suche nach den großen Zwillingsbrunnen, den Fonts Bessones, aber wegen Wassermangels tut sich da gar nichts und während meines Besuchs bleiben auch die übrigen Brunnen in der Stadt leider trocken.

 

Vor der Kirche liegt ein kleiner Patz, der Placeta del Pi. Im Gegensatz zu dem Trubel in den Ramblas scheint hier im Gotischen Viertel die Zeit stillzustehen. In einer fast dörflichen Atmosphäre werden hier auf einem kleinen Bauernmarkt -Fira de l'Artesiana- Honig, Käse und andere feine Sachen verkauft. Der Name des Platzes kommt von der großen Kiefer mitten auf dem Platz, katalanisch: Pi. An der Rückseite des Platzes steht die Kirche mit einer riesigen Rosette, eine der größten der Welt. Diese kreisförmigen Fenster, auch Rosenfenster genannt, sind für die gotische Kirchenarchitektur typisch. An einer Ecke finde ich eine Sitzgelegenheit und mache ein Päuschen. Kurz danach höre ich einen Gitarrenspieler, der an irgeneiner Ecke sein bestes gibt, und da kommt vorübergehend sogar so etwas wie eine leicht mystische Stimmung auf.