Uschguli, Georgien. Shkhara-Gruppe
"Höchstes, ständig bewohntes Dorf in Europa (2150m). Höchster Berg in Georgien (5201m). Das Café kontert mit kochendem Wasser und Nescafé-Instant-Pulver. Der Kontrast könnte nicht schärfer sein."
Mestia, Georgien.
Hochkaukasus
Zivilisatorischer Quantensprung auf der Terrasse des Café Leila. Ein feiner Americano, sprudelndes Mineralwasser und im Hintergrund der Banguriani. Es gibt sie noch, die Oasen am Ende der Schotterpiste.
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Stepanzminda, Georgien.
Kashbek-Region. Georgisches Brot trifft auf faden Americano. Manchmal muss die Kulisse eben die eklatanten Schwächen im Pappbecher kompensieren.
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Ananuri, Georgien.
Blick auf das Zhinvali-Reservoir. Die Kirche im Sucher, das Aroma in der Tasse. So inszeniert man die standesgemäße Pause an der georgischen Heerstraße.
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Sighnaghi, Georgien.
Der Kaukasus versteckt sich feige in den Wolken. Mein Lungo nicht. Der zeigt in süßer Begleitung wenigstens Charakter.
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Waschlowani-Nationalpark, Georgien
In Jahrmillionen spektakulär erodiert.
Aber mal ehrlich: Erst die Platzierung einer deutschen Thermoskanne mit heißem Lungo verleiht dieser Einöde Struktur. »Mr.Nero« hatte hierfür trotz Allrad keine Kompetenz.
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Telawi, Georgien
Hauptstadt von Kachetien.
Vor mir mein Ensemble, im Hintergrund thront das Objekt meiner Begierde. Die Fünftausender des Kaukasus.
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Tiflis, Georgien
Maidan-Platz
Kaffee türkisch, Kirche orthodox, Fahrstil aus der Hölle. Eine Hauptstadt in drei Akten.
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Mzcheta
Georgiens alte Hauptstadt im Ausnahmezustand
Während das Volk den Jahrestag der Unabhängigkeit (26.Mai) feiert, probt mein Ensemble vor der Kathedrale den Koffein-Aufstand.
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Kutaissi, Georgien.
Hier am Fluss Rioni endet vorerst die Argo-Sage. Das Vlies ist längst Geschichte, der Lungo ist das neue Gold. Wer braucht schon Helden, wenn er das richtige Ensemble auf dem Tisch hat?
Batumi, Georgien
Schwarzes Meer
Koffein-Kontrolle hoch über der Stadt. Die Skyline klotzt mit Protz, mein Ensemble kontert mit Understatement.
Ardeşen
Schwarzes Meer
Mokka statt Lungo. Das Ensemble bleibt, der Horizont wandert. Noch 60 Kilometer bis zur georgischen Grenze.
Tirebolu
Schwarzes Meer
Das Herz des türkischen Teeanbaus. Sorry, aber wer hier einen Kaffee bestellt, ist der Kreuzigung nahe...
Giresun
Schwarzes Meer
Burgfrieden auf Giresun Kalesi. Wenn der Americano dampft, haben die Argonauten Pause.
Amasya
Schwarzmeerregion, südlich des Pontosgebirges
Auch das älteste Felsengrab wird nur mit einem guten Marketing zur feinsten Geschichte. Mein Kaffee dagegen ist feinste Gegenwart – bis auch hier der Steinmetz anklopft...
Sinop
Schwarzes Meer
Ein Gipfeltreffen der Puristen. Diogenes schmiss den Becher weg – ich lasse beim Americano den Milchschaum weg. Ein bisschen Reduktion geht immer.
Inebolu
Schwarzes Meer
Das Schwarze Meer flunkert in Azur – ein charmanter Etikettenschwindel. Aber mein Lungo bleibt ehrlich schwarz – die Welt braucht schließlich eine Konstante.
Amasra
Schwarzes Meer
Sonniger Logenplatz am Wasser. Gipfeltreffen auf Augenhöhe. Eine Audienz bei mir selbst!
Şile
Schwarzes Meer
Petrus gießt reichlich. Ich genieße – strikt unverdünnt – drinnen im Camper.
Istanbul, 3.Tag
Pierre Loti Hügel
Ein Wasser, ein Kaffee und der Blick über das Goldene Horn. Wer braucht da noch französische Inspiration.
Istanbul, 2.Tag
Dolmabahçe Palast
Sultan-Feeling. Ein Americano und ein Uludag. Das Ensemble der Macht. Zeitlosigkeit am Uhrenturm (Dolmabahçe Saat Kulesi).
Istanbul, 1.Tag
Bosporus-Frühstück
Vom Kaffee zur osmanischen Opulenz. Istanbul kennt keine Genügsamkeit – ein herrlicher Kontrast zum Asphalt der letzten Tage.
Vilshofen, Bayern
Erster Übernachtungshalt.
Während die Donau schon fleißig Richtung Osteuropa strömt, lasse ich es langsamer angehen und starte am Morgen erst einmal mit einem Lungo-Doping.